Emotionelle Erste Hilfe | 15.05.2018

Seit einer gefühlten Ewigkeit schon wandert Ulrike, die Mama vom 6 Wochen alten Jonas zwischen Wohn- und Schlafzimmer hin und her. Die Schultern schmerzen, der Atem ist flach, angespannt. Die Verzweiflung hat sie fest im Griff. Ihr Baby auf ihrem Arm schreit und biegt sich durch, egal wie sie ihn hält.

Innerlich wünscht sie sich nur noch an einen anderen, ruhigen Ort und betet inständig, dass ihr Mann doch endlich die Türe aufsperrt und ihr Jonas abnimmt. Ulrike kann nicht mehr, sie ist mit ihren Kräften am Ende. Auch ihr Mann ist ratlos.

Die ganze Schwangerschaft über hat sie sich so auf das Kind gefreut, ihr sehnlicher Kinderwunsch hatte sich erfüllt. Nur so wie jetzt hatte sie sich das Babyglück nicht ausgemalt! Schon die Geburt lief nicht gut, da war Einiges an medizinischer Unterstützung nötig. Klar, dass sie auch mal traurig darüber ist. Und nun weint Jonas so viel, schläft immer nur kurz und schreckt oft hoch. Sie ist verzweifelt, hilflos und wütend.

Eltern und Kinder wie diese brauchen dringend Hilfe. Die körperorientierte Krisenintervention Emotionelle Erste Hilfe EEH nach Thomas Harms ein wertvolle Therapieform, um durch gezielte Gespräche, haltgebende Körperarbeit und Wahrnehmungsschulung zu stabilisieren und stärkend den Kreislauf von Angst und Verzweiflung zu überwinden. Eine belastete Schwangerschaft, schwere Geburt, Trennungserfahrung, Beziehungsprobleme etc. können zu einer Bindungsschwächung oder gar -abbruch zum Kind führen.

Die grundlegende Idee der EEH ist die Bewahrung, Förderung und Stärkung der emotionalen Bindungen von Eltern und Kind von Anfang an. Dabei dient die emotionale Eigenanbindung als Wegweiser zurück zu einem stabilen Bindungsfeld zwischen Eltern und Kind.

Sollten Sie sich in einer ähnlichen Situation befinden, zögern Sie nicht, sich unverbindlich bei uns zu informieren. Leider wird diese Therapieform immer noch nicht von den Kassen übernommen. Als Selbstzahler oder mit entsprechender privater bzw. privater Zusatzversicherung können Sie sich aber Hilfe holen, die ein Leben lang wirkt.

Denn vergessen Sie nicht: Die erste Zeit mit Ihrem Kind ist prägend für den Rest des Lebens und Ihrer Beziehung zu Ihrem Kind. Da ist das Geld gut angelegt. Wie viele, oft überflüssige Klamotten kaufen wir, wie oft gehen wir Essen oder fahren in den Urlaub, kaufen uns ein neues Auto oder andere Dinge?
Wenn Ulrike ihre Not nicht nur akut lindern kann sondern auch für die Zukunft Mittel an die Hand bekommt, Ihr Kind und Ihre Partnerschaft stabiler und gut verbunden durch die alltäglichen Krisen des Lebens zu steuern, kann sie und ihre Familie ein Leben lang davon zehren… Das ist wirklich gut und sinnvoll investiertes Geld!

Seien Sie es sich selbst und Ihrem Kind wert!

Autorin: Verena Michel-von Funcke


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